Italien

Italien

Die ersten Tage in Italien sind verstrichen. 
Ich bestelle mein Eis immer noch auf Englisch und der Cappuccino wird sowohl vormittags als auch nachmittags getrunken. (Es wird vermutet, dass die Milch nach 11 Uhr, die Verdauung stört und man outet sich sofort als Tourist, hab ich mir sagen lassen.)

Aber ich glaube, der Barista duldet das.
Weil ich eben so nicht-italienisch aussehe mit meinen blonden Haaren und den blauen Augen.
Immerhin weiß er jetzt schon immer, was ich will.

Der gleiche Kellner, die gleichen Bestellungen, der gleiche Weg dorthin.

Am Vormittag einen Cappuccino und ein Cornetto con Pistacchio.
Im Stehen natürlich.
Weil das günstiger ist und man das ja so macht in Italien.

Außerdem begebe ich mich dadurch aus meiner Komfortzone.

Ich stelle mich also an die Theke und tue so, als ob mir nicht der Schweiß über den Rücken hinunterläuft. Und noch an so manch anderen Stellen. 
(Ich meins ernst, ich schwitz nicht mal beim Sport so.)

Weil ich so Angst habe.
Angst vor was eigentlich? 
Dass mich irgendjemand zur Seite schiebt, weil ich im Weg stehe vielleicht.

In Schweiß gebadet, aber sehr stolz auf mich selbst, gehe ich noch fünf Minuten in die Sprachschule.

Wie immer ein bisschen unpünktlich, also ganz wie Daheim, setze ich mich heute an einen neuen Platz.

Zwischen Pascale, aus Frankreich und Julian, aus den Niederlanden.
Gegenüber von mir ein Jack, eine Marie-Lui und noch ein junger Mann, dessen Namen ich vergessen hab.

Eine neue Lehrerin.
Sie fragt mich wie ich heiße, ich sage Deutschland.
Ich glaube, da ist noch Luft nach oben.

In der Pause ein schneller Cappuccino am Piazza di Santa Croce, mit den Mitschülern.

Weil mich die Lern-Energie jetzt schon verlassen hat, schwänze ich die nächsten zwei Stunden und gehe für den zweiten, also dritten Cappuccino in mein Stammcafé.

Dieses Mal einen per portare, zum mitnehmen und ich setze mich damit an den Piazza della Signoria.

Menschen und den Neptunbrunnen beobachten.
Meistens sehe ich nur das Hinterteil, mein Stammplatz liegt ein bisschen ungünstig, aber naja.

Aktuelle Freuden des Lebens:
- Italienische Sonne
- Guter Cappuccino
- Guads Essen wie z.B. Cornetto con Pistacchio (omg was ist das eig für eine Erfindung, gesegnet seist du)
- Postkarten schreiben (ich schreibe übrigens auch an mich selbst Postkarten, ist vielleicht eine schöne Erinnerung für später?)
- interessante Menschen kennenlernen
- Menschen, die sich gegenseitig ehrliche Komplimente machen (das merkt man!)
- Laaa musicaaaaaaaa.

So das wars.
Ciao e grazie per leggere il mio blog. 
Bacio
Maria <3 

 

Zurück zum Blog

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte beachte, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen.